user_mobilelogo

Johannes ist ein absolutes Glückskind

bipG Bundesweite Intensiv Pflege Gesellschaft

 

Es dauert nicht mehr lange und Johannes feiert seinen 1. Geburtstag. Selbstverständlich ist das nicht. Johannes kam in der 27. Schwangerschaftswoche zur Welt. Anzeichen dafür, dass er sich früher auf den Weg machen wollte, hatte es nicht gegeben, denn "eine Woche zuvor war bei der Vorsorgeuntersuchung noch alles in bester Ordnung gewesen", erzählt Johannes' Mutter. Bei einem Einkaufsbummel durch die Stadt jedoch platzte ihre Fruchtblase: "Mein Freund hat sofort einen Krankenwagen gerufen und ich bin ins Krankenhaus gekommen. Mein erster, mein einziger Gedanke war: Oh Gott, viel zu früh, viel zu früh, viel zu früh!"

Noch während im Krankenhaus ein CTG geschrieben wurde, fielen Johannes' Herztöne dramatisch, und kurze Zeit darauf blieb nur seine Geburt per Notkaiserschnitt. Was dann folgt, erschüttert: Johannes stand eine Lungenblutung durch, leidet an einer Ösophagusatresie, also einer Unterbrechung der Speiseröhre, und eine Fistel verbindet seine Luftröhre mit seiner Speiseröhre. Eine der Folgen daraus ist, dass Teile seiner Beatmungsluft nicht in die Lunge, sondern den Magen geleitet wurden, was wiederum zu einer Magenperforation führte. Hinzu kamen eine Hirnlutung 3. Grades, Tracheomalazie, Bronchomalazie und ein Ventrikelseptumdefekt, der einen angeborenen Herzfehler beschreibt: "Johannes hat wirklich alles mitgenommen, was man an Komplikationen mitnehmen kann. Es war so schlimm, dass uns am dritten Tag nahegelegt wurde, die Geräte abschalten zu lassen, weil es nichts mehr bringen würde. Das wollten wir aber nicht. Wir konnten und wollten nicht über Leben und Tod entscheiden, Johannes sollte das selbst enscheiden dürfen", vertraut uns Johannes' Mutter an. "Alles in allem gab es für Johannes nur noch eine Chance - seine Verlegung an die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Dort wurde er sofort notoperiert und das hat ihm das Leben gerettet." Dieser Operation am Magen und der Luftröhre folgte im Sommer eine weitere an der Speseröhre, wegen seiner Hirnblutung war ihm ein Shunt gesetzt worden. Der allerdings musste aufgrund einer Infektion noch einmal entfernt werden. Erst nach einer weiteren dreiwöchigen Antibiotikabehandlung konnte ihm ein neuer Shunt gesetzt und der tapfere kleine Kämpfer endlich nach Hause entlassen werden.

Zuhause läuft es wirklich gut, Johannes ist auf einem guten Weg und "jeder ist begeistert, wie gut er sich entwickelt. Trotz seiner schweren Geschichte ist er total fröhlich und aufgeschlossen, das hören wir auch immer wieder von unseren Pflegekräften, mit denen wir überigens sehr zufrieden sind, das läuft wirklich gut. Johannes ist ein absolutes Glückskind und natürlich unser Sonnenschein!"

kleiner prinz braunschweig 3 kleiner prinz braunschweig