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Quereinstieg in die Intensivpflege
Geht das?

Die Intensivpflege ist ein fachlich sehr anspruchsvoller Berufszweig, aber das bedeutet nicht, dass hier der Quereinstieg unmöglich ist. Grundsätzlich gilt: Wenn man für die Pflege brennt, lohnt sich der Jobwechsel immer – und es findet sich immer die passende Chance auf den Einstieg.

Der Pflegebasiskurs ist die Grundlage

Am schnellsten gelingt der Einstieg in die Pflege über den Pflegebasiskurs. Dieser Kurs dient als Grundlage für verschiedene pflegerische Berufe. Der Zugang zu diesem Kursangebot ist sehr niedrigschwellig. Die einzigen Voraussetzungen, die Sie vorab erfüllen müssen, ist mindestens 18 Jahre alt sein und eventuell eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung sowie ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Sie können den Pflegebasiskurs an verschiedenen Bildungsakademien, medizinischen Hilfsorganisationen wie dem DRK oder dem Malteser Hilfsdienst sowie direkt bei Pflegediensten absolvieren. Je nach Anbieter müssen Sie mit Kosten zwischen 600 und 1700 Euro rechnen. Die Anmeldung erfolgt online und im Anschluss werden Ihnen die Kursunterlagen per Post zugesandt. Der Kurs wird durch die Arbeitsagentur gefördert und die Chancen stehen gut, dass Sie die Kosten über einen sogenannten Bildungsgutschein finanzieren können. Es besteht auch die Möglichkeit, Zuschüsse zu Fahrtkosten oder den Aufwendungen für Kinderbetreuung zu erhalten. Der Kurs umfasst lediglich 100 bis 300 Stunden Fachunterricht sowie ein zweiwöchiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung Ihrer Wahl.

Zu den Lehrinhalten zählen unter anderem die Pflegepraxis, erste Hilfe, Anatomie und Physiologie, der Umgang mit Demenz und Pflegerecht. Nach Abschluss des Basiskurses können die Absolvent*innen beispielsweise als Pflegehelfer*in oder als Heilerziehungshelfer*in angestellt werden. Oft ist der Basiskurs mit verschiedenen Zusatzqualifikationen kombinierbar. So können Sie beispielsweise währenddessen die Qualifikation zum / zur Betreuer*in für Demenzkranke erlangen oder Ihren Führerschein machen. Dies ist sehr zu empfehlen, da von Pflegehelfer*innen oft eine Fahrerlaubnis gefordert wird.

Pflegehelfer*in ist nicht gleich examinierte*r Pflegehelfer*in

Nach Abschluss des Pflegebasiskurses erhalten Sie zwar eine Bescheinigung, die Sie als Pflegehelfer*in zertifiziert, doch dies ist kein staatlicher Abschluss. Grundlage der Berufsbezeichnung examinierte*r Krankenpflegehelfer*in ist eine ein- bis zweijährige Berufsausbildung in Vollzeit. Die Voraussetzung für den Ausbildungsbeginn ist ein Hauptschulabschluss. Sie können die Ausbildung auch in Teilzeit abschließen, dann verlängert sich der Ausbildungszeitraum dementsprechend. Je nach Bundesland gibt es Abweichungen, was die Berufsbezeichnung und die Dauer der Ausbildung angeht. In NRW können sich die Absolvent*innen beispielsweise Gesundheits- und Krankenpflegeassistent*in nennen und in Schleswig-Holstein Staatlich geprüfte*r Pflegeassistent*in. Der Unterricht findet überwiegend in Berufsfachschulen statt und wird durch Praktika in Pflegeeinrichtungen oder Kliniken ergänzt. Am Ende der Ausbildung legen Sie eine Abschlussprüfung ab.
Ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss bietet Ihnen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Sie können zum Beispiel die Weiterbildung zur Fachwirt*in im Gesundheits- und Sozialwesen anschließen oder die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann anstreben. In diesem Fall berechtigt Sie Ihre Erfahrung, die Ausbildungsdauer um ein Jahr zu verkürzen.

Eine Ausbildung im Pflegebereich bietet große Chancen

Wer sich langfristig eine Position mit mehr Verantwortung und Spezialisierungsmöglichkeiten wünscht, sollte eine klassische Pflegeausbildung in Betracht ziehen. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur/zum Altenpfleger*in, Gesundheits- oder Krankenpfleger*in sowie Kinderkrankenpfleger*in kann man die Weiterbildung zur Fachkraft für außerklinische Intensivpflege und Heimbeatmung, Intensivpflege und Anästhesie oder zur Fachkraft für Schwerstpflege und Gerontopsychiatrie anstreben.

Die neue generalistische Pflegeausbildung

Seit 2020 sind die Ausbildungen für die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Pflege in einer generalistischen Ausbildung zusammengefasst. Diese Ausbildungsform ermöglicht den Auszubildenden während der Ausbildungszeit einen Einblick in alle unterschiedlichen Pflegeformen. Es ist allerdings auch während der Ausbildung möglich, sich auf einen bestimmten Bereich – wie zum Beispiel die Intensivpflege – zu spezialisieren.

Bei einer bereits abgeschlossenen Ausbildung in Assistenz- oder Helfer*innenberufen, aber auch bei einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in einem fachfremden Bereich, kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden. Außerdem kann die Pflegeausbildung auch neben dem Beruf in Teilzeit absolviert werden. Es besteht die Möglichkeit, die Dauer der Ausbildung auf bis zu fünf Jahre auszudehnen. Zu der generalistischen Pflegeausbildung gehören Einsätze in verschiedenen Ausbildungseinrichtungen. Zur Versorgung zugelassene Krankenhäuser, voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen oder Ambulante Pflegedienste, die einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen abgeschlossen haben, können Träger der praktischen Ausbildung sein. Weitere Informationen zu der generalistischen Pflegeausbildung erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Spezialisierung auf den Bereich Intensivpflege

Die Weiterbildung zur Intensivpflegefachkraft (und Heimbeatmung), Intensivpflege und Anästhesie oder Schwerstpflege und Gerontopsychiatrie setzt eine abgeschlossene, dreijährige Berufsausbildung zur/zum Altenpfleger*in, Gesundheits- oder Krankenpfleger*in sowie Kinderkrankenpfleger*in voraus und wird in der Regel berufsbegleitend durchgeführt. Dafür müssen in zwei Jahren 780 Stunden an Unterricht belegt und 1800 Stunden an Praxiseinsätzen erbracht werden. Die Lehrpläne richten sich in den meisten Fällen nach den Vorgaben der Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) und beinhalten Themen wie Physiologie der Atmung und Beatmung, Monitoring, Technik der Beatmungsgeräte, Methoden der Sekretmobilisierung und -elimination, Masken und Trachealkanülen und deren Applikationen sowie Befeuchtungsmanagement. Am Ende der Weiterbildung steht eine Facharbeit und eine mündliche Abschlussprüfung in Form eines Kolloquiums. Nach dem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein staatlich anerkanntes Zertifikat über ihre fachliche Qualifikation.

Die DFG fördert und schätzt ihre Mitarbeiter*innen

Wir von der Deutschen Fachpflege Gruppe sind davon überzeugt, dass nie zu spät ist, in der Pflege erfolgreich zu sein. Wenn man Empathie und eine zuverlässige Arbeitsweise mitbringt und bereit ist, sich auf die Intensivpflege einzulassen, steht auch Quereinsteiger*innen eine Karriere in unserem Unternehmen offen. Wir schätzen alle unsere Mitarbeiter*innen, die mit Leidenschaft und Engagement dabei sind. Deswegen tuen wir bei der Deutschen Fachpflege Gruppe alles, um unsere Kolleg*innen durch interne und externe Fort- und Weiterbildungen zu fördern. Wir ermöglichen Ihnen, in der Intensivpflege Fuß zu fassen – egal ob sie bereits Erfahrungen im pflegerischen Bereich gesammelt haben oder ganz neu sind in diesem Feld.