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Die App für Teilhabe in der Pflege

Was ist, wenn die Tochter einer WG-Bewohnerin im Ausland lebt, nur einmal im Jahr zu Besuch kommen kann und ansonsten nur Telefonate möglich sind? Ein ganz konkreter Fall in einer Pflege-WG der DF – und Alltag in vielen anderen Einrichtungen unseres Verbundes.

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Die App für Teilhabe in der Pflege

Was ist, wenn die Tochter einer WG-Bewohnerin im Ausland lebt, nur einmal im Jahr zu Besuch kommen kann und ansonsten nur Telefonate möglich sind? Ein ganz konkreter Fall in einer Pflege-WG der DF – und Alltag in vielen anderen Einrichtungen unseres Verbundes.

Eine datenschutzkonforme Lösung

Das Fenster in den Pflegealltag

Die Regel ist, dass Söhne, Schwestern, Enkelkinder, Freund*innen und Co. ihre Angehörigen in Pflege-WGs vielleicht einmal pro Woche besuchen. Sie bekommen auf diese Weise nur einen winzigen Bruchteil von dem mit, was Alltag für die Bewohner*innen ist und wie Pflege heutzutage aussieht.
Die Lösung: myo. Diese App ist seit 2020 am Markt und ermöglicht Teilhabe auf ganz unkomplizierte Weise, die nebenbei allen Beteiligten auch noch richtig Spaß macht. Und das datenschutzkonform.

„Zum Zoobesuch wird man quasi mitgenommen.“

Was kann die App genau? Es ist möglich, Momentaufnahmen aus dem Pflegealltag und von besonderen Aktionen hochzuladen, als Foto und als Video. Die App kann für Biografie-Arbeit (auch Angehörige können dafür etwas hochladen) genutzt werden ganz genauso wie für die reine Informationsweitergabe oder Videotelefonie. Es gibt eine Kommentar- und eine Like-Funktion. Im Grunde funktioniert myo ähnlich wie klassische Messenger-Dienste, nur in einem viel geschützteren, nicht-öffentlichen Rahmen, familienintern sozusagen. Empfänger*innen der Inhalte können einzeln ausgewählt oder gesammelt kontaktiert werden, was praktisch ist, wenn z. B. die gesamte WG einen Ausflug gemacht hat und ein Gruppenbild geteilt werden soll. Einzelne Gesichter können bei den Gruppenbildern auch verpixelt werden. Und dann gibt es noch Spielereien, die zwar nicht unbedingt notwendig sind, aber trotzdem Spaß machen: Es können Rankings generiert werden, beispielsweise darüber, wer die meisten Bilder gepostet hat. Wenn das nicht ein Fenster in den Pflegealltag ist!

„Die Angehörigen sehen während ihres Besuches nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Pflegealltag. Das hat mich betroffen gemacht, denn die Pflege leistet so viel.“

Jasper Böckel, Gründer von myo

Die Zusammenarbeit mit myo untermauert also den Qualitätsanspruch der DF, denn hier geht es um Menschen und ihre Geschichten. Und das kostet die Pflegebedürftigen keinen Cent – wir stellen es ihnen zur Verfügung, eben weil Pflege so viel mehr ist.

myo, was bedeutet das?

Der Name leitet sich von Myosotis ab. Das ist die wissenschaftliche Bezeichnung der Vergissmeinnicht-Blume. myo steht also für das Nicht-Vergessen und das Sichtbarmachen – also genau das, was die App leistet.

So ist myo entstanden

Jasper Böckel, der eigentlich im Bereich Betriebswirtschaft tätig ist, hat sich ein knappes halbes Jahr eine Auszeit genommen, um etwas Gehaltvolles zu tun – und hat in dieser Zeit schließlich in der Pflege gearbeitet. Und da gab es den einen Aha-Moment, der zu myo geführt hat: Nach einem Museumsausflug berichtete eine demente Heim-Bewohnerin ihrer Tochter, sie hätte den ganzen Tag nichts Besonderes gemacht – und Jasper konnte nicht belegen, dass es anders war. „Wie können Angehörige bloß am Pflegealltag teilhaben?“, hat er sich da gefragt. Nach vielem Herumprobieren ist so die App myo entstanden, die genau das ermöglicht.

Nach einer dreimonatigen Probephase 2023 wird es myo 2024 in allen Altenpflege-WGs des Verbundes geben. In einem zweiten Schritt sind die Kurzzeit- und Tagespflege dran. In jeder Einrichtung gibt es eine Auftaktschulung. Die Hauptadressaten sind die Betreuungskräfte in den WGs. Sie bekommen ein Tablet, auf dem myo installiert ist. Selbstverständlich können auch die Pflegekräfte das Tablet nehmen, wenn es gerade eine tolle Situation gibt, die sie mit den Angehörigen teilen möchten.

„myo ist selbsterklärend und total einfach zu bedienen.“

Der Vorteil: myo ist total einfach zu handhaben. Anfangs gibt es meist ein paar Skeptiker*innen. Die ziehen aber nach, sobald sie merken, wie leicht es von der Hand geht. Und was ist mit denen, die hier im Mittelpunkt stehen? Ist das Thema Digitalisierung nicht ganz weit weg von den Senior*innen? Ach was, ganz im Gegenteil! Die kostenlose Videotelefonie ist gerade für ältere Menschen toll. Die freuen sich besonders darüber.